Anlass

Seit Ende 2008 stehen auf der Zeche Westerholt die Räder still. Seit dieser Zeit arbeiten die Städte Gelsenkirchen und Herten für die auf der Stadtgrenze gelegene Anlage gemeinsam mit der RAG Montan Immobilien an Programmen und Plänen für die Nachnutzung der ehemaligen Zeche. Dieses Vorhaben „Neue Zeche Westerholt“ gilt als eine der zentralen Zukunftsaufgaben der beiden Städte Gelsenkirchen und Herten und der RAG Montan Immobilien. Dabei ist die Entwicklung des Standortes nicht nur für die angrenzenden Stadtteile Gelsenkirchen-Hassel, Herten-Westerholt und Herten-Bertlich und die beiden Städte von Bedeutung. Der Standort soll auch im Rahmen einer regionalen Entwicklungsstrategie ein besonderes Profil entwickeln.

Machbarkeitsstudie 2014/2015

Ziel war es, den Zechenstandort als Motor für die Region vielfältig und multifunktional in den Bereichen Arbeit, Bildung, Energie und Wohnen zu qualifizieren. Deshalb wurden 2014 und 2015 im Rahmen einer vom Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen mit EU-Mitteln geförderten Machbarkeitsstudie die bisherigen Vorstellungen zur Entwicklung des Standortes zusammengefasst, zur Diskussion gestellt und überprüft, in ein Entwicklungsleitbild mit Rahmenbedingungen und Qualitätsanforderungen übersetzt und räumlich konkretisiert. Dabei standen funktionale und wirtschaftliche Belastbarkeit und Umsetzungsorientierung im Vordergrund des Prozesses, um den Standort zügig für eine Folgenutzung vorzubereiten.

Die Machbarkeitsstudie begann nicht mit dem Tag Null. Die Ergebnisse der bereits durchgeführten Verfahren und Planungen waren Grundlage der weiteren Arbeit und wurden miteinbezogen: die Ergebnisse des Charrette-Verfahrens von 2007, die Inhalte der InnovationCity-Bewerbung, die konzeptionellen Ansätze der „Allee des Wandels“ und der „Klima-Expo“, aber auch an die im Rahmen des Integrierten Interkommunalen Handlungskonzeptes Gelsenkirchen-Hassel und Herten-Westerholt / Bertlich begonnene Diskussion zur Erarbeitung eines Leitbildes und konkreter Planungen wurde angeknüpft.