EGNZW geht an den Start

15.12.2020      Kategorie: Top

Mit der Gründung der Entwicklungsgesellschaft Neue Zeche Westerholt (EG NZW) ist ein zukunftsweisender Schritt für die Entwicklung des Bergwerksgeländes Westerholt erfolgt.

 

Karin Welge, Oberbürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen, Hertens Bürgermeister Matthias Müller und Michael Kalthoff, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien, unterzeichneten heute (15. Dezember 2020) offiziell den Gründungsvertrag.

„Mir ist es eine besondere Freude, heute meine Unterschrift unter ein Zukunftsprojekt für Gelsenkirchens Norden zu setzen. Hier schaffen wir mit gemeinsamer Kraftanstrengung für die Bürgerinnen und Bürger von Hassel und Buer sowie für die Hertener Nachbarschaft ein neues vitales Zentrum“, so Karin Welge, Oberbürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen.

Ihr neuer Amtskollege der Stadt Herten, Bürgermeister Matthias Müller, freut sich ebenfalls: „40 Hektar direkt auf der Stadtgrenze neu zu beleben, ist nicht nur eine Kraftanstrengung und Herausforderung für die beteiligten Partner. Es ist auch eine Chance für unsere Stadtteile Bertlich und Westerholt sowie die angrenzenden Stadtteile Gelsenkirchens, sich erfolgreich weiter zu entwickeln. Dieses interkommunale Projekt ist ein Riesenschritt für die Entwicklung der gesamten Region.“

Michael Kalthoff, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien, betont: „Als Dritter im Bunde werden wir uns mit großem Engagement einbringen, um dieses Projekt gemeinsam erfolgreich umzusetzen. Dabei müssen Wirtschaftlichkeit und Vision ineinandergreifen, um den Strukturwandel an diesem Standort zu bewältigen. Im vergangenen Jahr haben wir ja schon mit der Realisierung des Glückauf-Parks auf dem Areal der ehemaligen Kokerei Hassel einen wichtigen Schritt für die Entwicklung dieser Stadtregion getan. Nun möchten wir das hier, knappe 300 Meter entfernt, weiterführen.“

Angesichts der Unterzeichnung der Gründungsvertrages wurden auch der Geschäftsführer der EG NZW, Bernd Lohse, und sein Team vorgestellt. Bernd Lohse wird die Geschicke der interkommunalen Gesellschaft direkt vor Ort aus dem Torhaus Ost an der Egonstraße 12 in Gelsenkirchen lenken. Er hat bereits als verantwortlicher Projektleiter u.a. bei der Entwicklung der ehemaligen Bergbaustandorte Schlägel & Eisen sowie Ewald in Herten und Lohberg in Dinslaken erfolgreich mitgewirkt. Unterstützt wird er auf Westerholt durch die langjährigen Projektpartner*innen Benedikt Schmoll, Silke Kulka (Stadt Herten) und Uwe Neukirchen (Stadt Gelsenkirchen).

Hintergrund Neue Zeche Westerholt

Mit knapp 39 Hektar ist die Umnutzung der Bergwerksfläche Westerholt eine der größten Potentialflächen für neue Gewerbeansiedlungen im nördlichen Ruhrgebiet. Sie bietet Raum für etablierte und neue Formen der Arbeitswelt. Dies alles eingebettet in den vielfältigen nördlichen Landschaftsbereich der Region mit guten gewachsenen Siedlungsstrukturen wie Gartensiedlungen oder dem Alten Dorf Westerholt und einem großen Freizeit- und Erholungswert wie Golf-, Park-  und Waldflächen in der nahen Umgebung.

Was in Zukunft passiert

Die Schachtanlage Westerholt, die Ende 2008 stillgelegt wurde, liegt auf der Stadtgrenze von Herten und Gelsenkirchen und soll im Rahmen einer gemeinsamen regionalen Entwicklungsstrategie ein besonderes Profil bekommen. Mit der neuen Entwicklungsgesellschaft wird jetzt der entscheidende Impuls für die Umsetzung gegeben werden.

Nach der Eröffnung der Torhäuser im vergangenen Jahr werden die Akteure die nächsten konkreten Schritte in Angriff nehmen und die vom Land in Aussicht gestellten Fördermittel beantragen, Fachplanungen einleiten und mit der Flächenaufbereitung und -erschließung beginnen. Den Rahmen der baldigen Realisierung bildet die ausgearbeitete Zielsetzung, die im Jahr 2015 mit der vom Land NRW geförderten Machbarkeitsstudie formuliert wurde. Diese ist unter www.egnzw.de nachzulesen. Dort finden Bürgerinnen, Bürger, Investorinnen und Investoren zahlreiche Detailinformationen sowie die Ansprechpersonen der Gesellschaft.

Derzeit läuft auf Westerholt der Rückbau der bisherigen industriell genutzten Anlagenteile. Das Gesamtprojekt soll in drei Bauphasen zu je drei bis vier Jahren über einen Zeitraum von insgesamt zehn bis zwölf Jahren umgesetzt werden.